Mundpropaganda im US-Markt
Die PR-Firma MS&L hat in einer Studie die Mechanismen der Mundpropaganda im US-Markt untersuchen lassen. 7200 Teilnehmer haben dazu ein genaues Tagebuch ihrer Gespräche geführt.
Die entscheidende Rolle bei der Mundpropaganda spielen die “Conversion Catalysts”. Diese 15% der US-Bevölkerung unterscheiden sich demografisch nicht von der Gesamtbevölkerung. Sie leben aber vernetzter und führen 184 Gespräche pro Woche und nennen dabei 149-mal Markennamen. Sie generieren hochgerechnet eine Reichweite von täglich 1,5 Milliarden Markennennungen. Dabei bevorzugen sie das persönliche Gespräch und Telefonate. Nicht nur die hohen Zahlen überaschen: Die Studie zeigt auch, dass sich positive Nachrichten schneller verbreiten als negative. Dieser Artikel bei absatzwirtschaft.de hat weitere Einzelheiten.
Ich denke, bei der Einschätzung der Studie dürfen Sie nicht vergessen, dass es sich um den US-Markt handelt. Die grundsätzlich positivere und optimistischere Haltung der US-Bürger spielt sicher eine Rolle bei der schnelleren Verbreitung “guter Nachrichten”. Ob das in Deutschland auch so ist, kann die Studie nicht beantworten.
Doch selbst wenn die Studie nicht direkt übertragbar ist: Sie sollten die Macht der Mundpropaganda nicht unterschätzen. Schaffen Sie die Voraussetzungen dafür, dass Multiplikatoren vor allem guten Nachrichten verbreiten. Eine passive Haltung ist sehr gefährlich.









