Takt Time
Um One Piece Flow zu erreichen, ist das Konzept der Takt Time hilfreich, wenn nicht sogar notwendig. Fertigt eine Firma nur ein Produkt, dann ergibt sich die Taktzeit unmittelbar aus der Zahl der Aufträge für dieses Produkt pro verfügbarer Arbeitszeit. Getaktete Prozesse verhindern das Aufstauen von Arbeitsvorräten vor Stationen.
In der Realität ist natürlich weder die Nachfrage konstant, noch fertigt das Unternehmen nur ein Produkt. Die Schwankungen in der Nachfrage können durch Anpassung der verfügbaren Arbeitszeit oder der Takt Time ausgeglichen werden. Das Unternehmen wird sich in Wertströmen organisieren, um dem Ideal eines einzelnen Produkts näher zu kommen. Auch wird in der Regel nicht ein einzelner Auftrag, sondern gemäß dem verwandten Konzept Pitch ein Bündel von Aufträgen durch den Wertstrom geführt.
In der Lean Administration ist die Taktung eine besondere Herausforderung. Die Taktzeit ist zwar auch hier leicht zu berechnen. Sie basiert dann in der Regel nicht auf der Anzahl der Produkte, sondern auf der Anzahl der Auftragspositionen. Allerdings ist die Variabilität in den Prozessen in der Regel anfänglich so hoch, dass die Taktzeit nur schwer ein zu halten ist. Die Bekämpfung der Variabilität hat im Büro deshalb besondere Bedeutung. Die klassischen Ansätze des Lean Thinking berücksichtigen die Variabilität im Büro nicht ausreichend.