Supermarket

Während einer Studienreise in die USA kam den Toyota-Managern in einem Supermarket die Erleuchtung: Das Lager könnte genau so wie in einem amerikanischen Supermarkt von der Nachfrage gesteuert werden. In einem Supermarket liegen also Produkte, die von den externen oder internen Kunden abgerufen werden können. Der Supermarket vor dem Warenausgang heißt bei Toyota übrigens “Wall of Shame”, Schandmauer – weil dieses Lager beweist, dass selbst Toyota nicht gänzlich von der Nachfrage gesteuert operiert.

Im Bereich der Lean Administration werden auch Supermärkte eingesetzt. Allerdings beschränken sich diese meist auf ein Büromaterial-Lager. Das greift zu kurz und zeigt mangelndes Verständnis der Lean Methodik. Denn im Lean Office wird ja keineswegs unfertiges Büromaterial in fertige Dokumente umgewandelt, sondern z.B. eine eingehende Anfrage in einen abgearbeiteten Auftrag.

Einen von der Nachfrage gesteuerten Supermarket für unfertige Aufträge im Büro werden Sie nur selten finden. Das liegt keineswegs daran, dass im Büro die Mathematik der Warteschlangentheorie ausser Kraft gesetzt wäre. Es liegt daran, dass im Büro der Gedanke einer straff optimierten Auftragsabarbeitung sehr viel schwerer durch zu setzen ist als in der Fertigung.

Zum Thema

Einen Kommentar schreiben: