Supermarket

Jörg von Kirschbaum am 14. November 2008 um 11:16

Während einer Studienreise in die USA kam den Toyota-Managern in einem Supermarket die Erleuchtung: Das Lager könnte genau so wie in einem amerikanischen Supermarkt von der Nachfrage gesteuert werden. In einem Supermarket liegen also Produkte, die von den externen oder internen Kunden abgerufen werden können. Der Supermarket vor dem Warenausgang heißt bei Toyota übrigens “Wall of Shame”, Schandmauer – weil dieses Lager beweist, dass selbst Toyota nicht gänzlich von der Nachfrage gesteuert operiert.

Im Bereich der Lean Administration werden Weiterlesen… »

Die 6 Gesetze der Customer Experience

Jörg von Kirschbaum am 12. November 2008 um 15:38

Forrester Research Vice President und Principal Analyst Bruce Temkin stellt auf seinem privaten Blog ein kostenloses Buch mit dem Titel “The 6 Laws Of Customer Experience – Customer Experience Matters” zum Download bereit. Ich würde nicht so weit gehen, dies ein Buch zu nennen: Es besteht nur aus 11 Seiten, die allerdings lesenwert sind.

Die sechs Gesetze, die er darin beschreibt, sind:

    1) Every interaction creates a personal reaction.
    2) People are instinctively self-centered.
    3) Customer familiarity breeds alignment.
    4) Unengaged employees don’t create engaged customers.
    5) Employees do what is measured, incented, and celebrated.
    6) You can’t fake it.

Ins Deutsche übersetzt (und etwas näher an dem, was gemeint ist, formuliert…) bedeutet dies Weiterlesen… »

Schrittmacher

Jörg von Kirschbaum am 10. November 2008 um 11:32

Der Schrittmacher, engl. Pacemaker, bestimmt den Takt und den Produktmix des ganzen Wertstroms. Hier liegt die Taktzeit an und hier werden die Batches zusammengestellt. Eine Regel des Lean Managements ist es, nur an einer Stelle im Wertstrom zu planen. Diese Stelle ist der Schrittmacher-Prozess.

So funktioniert es: Flussauf vom Schrittmacher liegende Prozesse nutzen gemeinsame Ressourcen und werden über Pull-Mechanismen gesteuert. Flussab vom Schrittmacher liegende Prozesse sind in der Regel als FiFo-Lanes konzipiert. Der Pacemaker wird so zum “Gaspedal” der ganzen Firma.

Je höher der Build-to-Order-Anteil der nachgefragten Produkte, desto früher im Wertstrom wird der Pacemaker liegen müssen. Die Frage nach dem richtigen Schrittmacher und seiner Lage ist eine zentrale Frage des Lean Managements, auch in der Lean Administration. Denn wer den Schrittmacher steuert, steuert den ganzen Rest des Wertstroms.

Office Kaizen aus den 80ern

Jörg von Kirschbaum am 7. November 2008 um 13:56

Heute stelle ich Ihnen ein Video mit Beispielen für Office Kaizen bei Fujico aus den 80er Jahren, gefunden bei YouTube, vor.

Manche der vorgestellten Ideen kommen uns aus heutiger Perspektive bizarr vor. Zum Beispiel die Leuchte auf dem Schreibtisch, die anzeigt, wenn der Abteilungs-Computer eingeschaltet und deshalb belegt ist. Auch die Schreibtische abends völlig leer zu räumen, ist heute kaum noch vorstellbar.

Doch viele andere Ideen fallen in die Kategorie “genial einfach”. Der Büro-Werkzeugkasten, mit allen Utensilien, die im Büro notwendig werden könnten. Die automatisch schließende Schublade. Das FiFo-Lager für Büromaterial. Die Zählvorrichtung für Prospekte. Die Lösung für Zeichnungen, die zu groß für den Schreibtisch sind.

Vielleicht entdecken Sie unter diesen Kaizens etwas für Ihr Lean Office oder werden zu eigenen Ideen angeregt. Für einen Erfolg mit Lean Adminstration bedarf es natürlich noch mehr als nur cleveren Ideen gegen die kleinen Unannehmlichkeiten im Büroalltag. Ein guter Anfang ist es in jedem Fall.

Worauf Gründer bei Marketingmaßnahmen achten sollten?

Jörg von Kirschbaum am 6. November 2008 um 7:56

Die Wirtschaftswoche bringt einen Artikel zum Thema Gründermarketing. Leider bietet dieser Artikel “Marketing: Worauf Gründer bei Marketingmaßnahmen achten sollten” nichts außer Allgemeinplätzen. Schlimm ist, dass der eigentliche Kern des Marketings noch nicht einmal ansatzweise erwähnt wird. Hier ein Auszug:

Thomas Zomack, Spezialist für Existenzgründung beim Gründernetzwerk Impuls in Sachsen-Anhalt, rät aber, schon vorher anzusetzen: „Marketing muss sehr genau auf die Zielgruppe zugeschnitten sein, damit es nicht sinnlos verpufft. Und meine Zielgruppe analysiere ich über ihre Entscheidungsprozesse.“ Dazu gehören vor allem folgende Fragen:
Punkt 1: Wie wird die Aufmerksamkeit des Kunden erzeugt?
Punkt 2: Wie funktioniert der Interessenaufbau des Kunden?
Punkt 3: Wie und nach welchen Kriterien vergleicht der Kunden die Leistungen der Anbieter?

Die Zielgruppe über Ihre Entscheidungsprozesse analysieren? Natürlich richtig. Dieser Entscheidungsprozess verläuft allerdings anders als es Herr Zomack hier darstellt. Weiterlesen… »