5S

Jörg von Kirschbaum am 3. November 2008 um 12:14

5s ist eine Methode des Lean Management, die Muda, Mura und Muri bekämpft. 5S steht für die aufeinander folgenden Schritte Sort, Set in Order, Shine, Standardize und Sustain. Das selten benutzte deutsche Akronym für 5S ist 5A. Die japanischen Begriffe Seiri (Ordnung schaffen), Seiton (Ordnungsliebe), Seiso (Sauberkeit), Seiketsu (persönlicher Ordnungssinn), Shitsuke (Disziplin) beschreiben die Methode am treffendsten, ergeben in der Übersetzung aber kein griffiges Akronym. Deshalb hat sich das Akronym 5S mit englischen Schlagworten durchgesetzt.

  • 5S – Sort bedeutet das konsequente Wegwerfen oder Recycling von allen überflüssigen Gegenständen.
  • 5S – Set in Order steht für die Instandsetzung und Ordnung der Dinge.
  • 5S – Shine meint das gründliche Putzen und Reinigen – sogar der Maschinen von innen.
  • 5S – Standardize schafft allgemein verbindliche Standards für die Ordnung und den Umgang mit den Dingen.
  • 5S – Sustain ist der schwierigste Schritt: Das Erhalten und ständige Verbessern des Erreichten.

Die Methodik des 5S ist natürlich nicht nur in der Fertigung von Nutzen, sondern auch in der Lean Administration. Im Büro kommen dann zu den physischen Dingen noch die Daten im Computer. 5S auch im Computer durchzuführen, wird oft übersehen.

Neben den offensichtlichen, positiven Wirkungen des Flächengewinns, der verbesserten Ordnung und der Sauberkeit hat eine 5S-Aktion auch immer eine Wirkung auf die kognitiven Prozesse der Mitarbeiter. 5S ist ein guter Einstieg in die Methoden des Lean Management und steht meist am Anfang einer Lean Implementation. Entscheidend ist, dass diese Methode in Form eines Kaizen Blitz durchgeführt wird. Obwohl manche Buchautoren empfehlen, die einzelnen Schritte der Methode über Wochen zu verteilen, hat sich in der Praxis nur der 5S-Blitz bewährt.

5A

Jörg von Kirschbaum am 3. November 2008 um 8:24

5A ist das deutsche Akronym für 5S, eine zentrale Methode des Lean Management. Auf Deutsch stehen die 5A für Aussortieren, Aufräumen, Arbeitsplatz sauber halten, Anordnung zur Regel machen und Alle Schritte wiederholt durchlaufen. 5A ist eine Methode, die Muda, Mura und Muri nachhaltig bekämpft.

Poka-Yoke

Jörg von Kirschbaum am 27. Oktober 2008 um 11:48

Poka-Yoke ist die leane Antwort auf die Robotisierung in der Massenfertigung. Das japanische Wort bedeutet wörtlich „idioten-sichern“. Diese unfreundliche Wort steht für ein sehr freundliches Konzept. Um eine standardisierte Vorgehensweise gegen unbeabsichtigte Abweichungen („Fehler“) zu sichern, werden Poka-Yoke-Vorrichtungen eingesetzt. Eine Infrarot-Lichtschranke stellt beispielsweise sicher, dass der Mitarbeiter alle Teile jedes mal tatsächlich einbaut. Ein Werbevideo der Firma SpeasTech zeigt Beispiele.

Ein ganz wesentlicher, aber oft übersehener Aspekt von Poka-Yoke ist, dass soweit möglich nur die unbeabsichtigte Abweichung verhindert werden sollte. Werden nämlich alle Abweichungen, selbst die gewollten, unterbunden, entstehen rigide Robotisierungsszenarien: Schon ein kleines unvorhergesehenes Problem kann dann nicht mehr beseitigt werden, weil die Poka-Yoke Einrichtung die dafür notwendige gewollte Abweichung verhindert.

Richtig verstandenes, konsequentes Poka-Yoke führt dagegen zu mehr Freude an der Arbeit, weil die Angst vor Fehlern und die Sorge um deren Konsequenzen keine Rolle mehr spielen. Gleichzeitig wird die freie Entfaltung des Mitarbeiters und damit die ständige Verbesserung gefördert.

Poka-Yoke hat großes Potential im Bereich der Lean Administration. Leider herrscht im Büro immer noch der Gedanke der Robotisierung vor. Mitarbeiter werden beispielsweise bei der Dateneingabe gezwungen, bestimmte Mußfelder auszufüllen. Gültigkeitsprüfungen erzwingen bestimmte Eingabewerte. Der Mensch wird so zum Dateneingaberoboter. Poka-Yoke ist der bessere Weg.

U-Shaped Work Areas (Cells)

Jörg von Kirschbaum am 20. Oktober 2008 um 11:47

Cells sind das Gegenteil der in der Massenfertigung üblichen Fertigungsdörfer. Während in Fertigungsdörfern spezialisierte Arbeiter an spezialisierten Maschinen nur einen einzelnen Fertigungsschritt durchführen, wird in einer Cell eine Vielzahl von Fertigungsschritten von breit qualifizierten Mitarbeitern nacheinander durchgeführt. Der Mitarbeiter wandert dabei von Bearbeitungsstation zu Bearbeitungsstation. Um die Wege möglichst kurz zu halten, werden die Maschinen in U-Form angeordnet.

In der Lean Administration wird diesem Konzept viel zu wenig Aufmerksamkeit zu Teil. Das Ein-Person-Fertigungsdorf ist hier immer noch die Regel: Der eigene Schreibtisch.

OpenOffice.org in Version 3.0

Jörg von Kirschbaum am 13. Oktober 2008 um 18:05

Gute Nachrichten von den ehemaligen Kollegen bei StarDivision (inzwischen eine Abteilung von Sun Microsystems)! Das von Sun geförderte Open-Source-Projekt OpenOffice.org gibt es jetzt in der Version 3.0.

Die Pressemitteilung zum Release klingt vielversprechend. Ein Auszug:

OpenOffice.org 3.0 ist mächtiger als je zuvor und mit der Unterstützung von MS Access 2007 .accdb-Dateien, verbesserter Unterstützung für VBA-Makros und der neuen Fähigkeit, MS Office Open XML-Dateien zu lesen, ist es sogar noch einfacher, den Umstieg in Angriff zu nehmen.

Kirschbaum Consulting setzt natürlich OpenOffice ein. Nicht nur aus Nostalgie und Solidarität mit den alten Kollegen: Wir sind fest davon überzeugt, dass es das überlegene Produkt ist.

Mit dem Download werden wir allerdings noch etwas warten. Erfahrungsgemäß werden ein paar Millionen User in diesen Tagen das Gleiche versuchen…